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Über die Morphologie der Weinrebe

Seit Jahrtausenden wird die Edelrebe kultiviert. Als grosser Zuckersammler eignet sich diese Weinrebe ausgezeichnet für die Weinherstellung. Ihre Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit schützen die Pflanze vor kargen Böden und wechselnden Witterungsbedingungen. Doch ihre Existenz ist trotz der Zähigkeit der Rebe ständig bedroht: von Schädlingen und Krankheiten.

Die zähe Edelrebe

Die Weinrebe ist nicht nur eine sehr alte Kulturpflanze, sondern gilt als eine der anpassungs- und widerstandsfähigsten Pflanzen der Welt. Die Vitis vinifera, wie die Weinrebe wissenschaftlich genannt wird, hat verschiedene Unterarten. Aus den Vitis-vinifera-Edelreben wird seit Jahrtausenden Wein produziert.

Die Edelreben gedeihen nicht nur auf verschiedensten Gesteinsböden, sondern auch auf nährstoffarmen und kargen Böden. Gegen wechselnde Witterungsbedingungen ist sie ebenfalls gewappnet: In der nördlichen Champagne überleben die Reben Frosttemperaturen, während sie beispielsweise in Zentralspanien dreimonatige Trockenzeiten problemlos überstehen.

Die tief verankerten und reich verästelten Wurzeln der Weinrebe tragen zu dieser Zähigkeit wesentlich bei. Sie können sich einige Meter in den Boden bohren, um an Nährstoffe und Feuchtigkeit zu gelangen. Ältere Reben sind sogar bis zu 20 Meter tief im Boden verankert. 

Weinrebe im herbstlichem Licht

Die Weinrebe ist ein grosser Zuckersammler

Der oberirdische Teil der Rebe besteht aus Holz, Ranken und Blättern. Die Blätter sorgen dafür, dass viel Sonnenlicht absorbiert wird, damit die Pflanze die Photosynthese betreiben kann. Dabei wandelt das Blattgrün, das sogenannte Chlorophill, Kohlendioxid aus der Luft in Zucker um.

Nach der Rebblüte wachsen die Trauben, die viele miteinander verbundene Beeren beinhalten. Die Beeren speichern grossen Mengen an Zucker und spaltet es in Fructose und Glucose. Zwischen 15 und 25% des Traubensaftes besteht aus diesen beiden Zuckerarten, sodass die Weinrebe eines der grössten zuckersammelnden Obstpflanze der Welt ist.

Da die Photosynthese viel Licht braucht, befinde sich viele Rebberge in der Nähe von Flüssen oder Seen. Die Wasseroberfläche reflektiert und verstärkt nämlich die Lichtverhältnisse. Je mehr die Pflanze Licht absorbieren kann, desto mehr Zucker kann sie bilden.

Das Blattgrün absorbiert das Sonnenlicht.

Vulnerabilität gegenüber Schädlingen und Krankheiten

Die Edelreben sind zäh im Nehmen und wachsen auch unter ungünstige Bedingungen. Trotzdem sind die Rebpflanzen von der Umwelt gefährdet. Besonders anfällig sind sie gegenüber Schädlingen und Krankheiten.

So gab es in der Geschichte immer wieder schädlingsbedingte Katastrophen. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts vernichtete die aus Amerika eingeschleppte Reblaus den französischen Weinbau. Heute bedrohen unter anderem Traubenwickler die Beeren, indem sie sich hineinfressen.

Auch Krankheiten gefährden den Weinanbau. Grauschimmelfäule, Echter Mehltau der Weinrebe oder der Falsche Mehltau der Weinrebe können den Reben erhebliche Schäden zufügen. Trotz zäher Pflanze müssen die Rebberge gut geschützt werden, damit die nächste Weinlese hervorragenden Wein hervorbringen kann.  

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